Beratungskonzept der Hinnerk Haidjer Schule (HHS) in Moordorf

 

 

1.      Spezifischer Beratungsbedarf an der HHS

 

Die HHS liegt in Moordorf/Südbrookmerland  und damit in einem sozialen Brennpunkt. Die Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch, allein an unserer Schule sind vierzig Prozent der Familien Hartz IV-Empfänger.

Daraus ergeben sich schon einige der zahlreichen Lebensprobleme unserer SchülerInnen und ihrer Eltern, die zu dem im folgenden aufgeführten Beratungsbedarf beitragen.

 

1.1             Beratungsbedarf der Schülerinnen und Schüler

Zur Zeit besuchen ca. 120 SchülerInnen die HHS. Da sie alle einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen haben, ergibt sich naturgemäß ein Bedarf an individueller Förderberatung. Ein hoher Anteil unserer SchülerInnen weist zusätzlich erhebliche Schwierigkeiten in den Bereichen Sprache/Kommunikation, sozial-emotionales Verhalten und geistige Entwicklung auf. Spezifische schulische Einrichtungen (z.B. eine Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung) stehen in Südbrookmerland nicht zur Verfügung, so dass die HHS für SchülerInnen mit Schwierigkeiten in diesen Bereichen ebenfalls zuständig ist.

Durch ihren Status als FörderschülerInnen und ihre sozio-ökonomische Benachteiligung haben die Kinder und Jugendlichen eine Außenseiterposition in der Gesellschaft. Ihr Ansehen in der Öffentlichkeit ist gering, berufliche Chancenlosigkeit trübt ihre Zukunftsaussichten. Auch in Hinblick auf ihre Ausbildungsmöglichkeiten besteht daher ein besonderer Beratungsbedarf.

Unsere SchülerInnen stammen häufig aus kinderreichen (Patchwork-)Familien, in denen Bezugspersonen und auch die Wohnungen bzw. Wohnorte (durch Umzüge) wechseln. Viele Eltern sind sozial benachteiligt und verfügen über ein geringes Bildungsniveau, dadurch entsteht häufig häusliche Vernachlässigung, die sich natürlich auch auf das Schulleben auswirkt. Familienkonflikte werden z.T. in der Schule ausgetragen, da viele SchülerInnen miteinander verwandt sind.

In einigen Familien besteht zudem eine Suchtproblematik, v.a. in Hinblick auf Alkohol und Zigaretten. Unsere SchülerInnen erleben dies bei ihren Eltern und/oder konsumieren Suchtstoffe selbst schon ab dem Unter- und Mittelstufenalter, so dass sich früh Abhängigkeiten ausbilden.

Ähnlich verhält es sich mit Gewalterfahrungen, SchülerInnen werden Opfer und Täter von Gewalt sowohl im familiären und Freizeitbereich als auch an der Schule.  Die Gewalterfahrungen reichen von verbaler und körperlicher Gewalt bis hin zu sexuellem Missbrauch. Einige SchülerInnen sind kriminell auffällig und polizeilich bekannt.

Den Kindern und Jugendlichen sind externe Unterstützungssysteme in Südbrookmerland in der Regel nicht bekannt. Zudem gibt es in Südbrookmerland nur wenig kommunale Unterstützung für diese Zielgruppe. Selbst die vorhandenen Freizeitmöglichkeiten sind meistens nicht passend für unsere SchülerInnen mit ihren spezifischen Problemen.

 

1.2             Beratungsbedarf der Eltern

Der Beratungsbedarf der Eltern überschneidet sich in Bezug auf den familiären und häuslichen Bereich mit dem ihrer Kinder (z.B. sozial schwache Verhältnisse, Arbeitslosigkeit, kognitive Überforderung, Suchtprobleme...). Viele Schwierigkeiten ergeben sich aber schon allein aus den Kommunikationsproblemen vieler Eltern, so dass sie in Gewaltausübung häufig eine Lösung der Problemen sehen.

Im Zusammenhang mit der Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf entsteht bei den Eltern regulär ein Beratungsbedarf hinsichtlich des Ablaufes, der Ziele und der Erfolge der Förderung. Weiterhin muss schon ab diesem frühen Punkt mit den Eltern über die mögliche Schullaufbahn und die Ausbildungsmöglichkeiten ihrer Kinder beraten werden. Ganz konkret benötigen sie Aufklärung über ihre häuslichen Fördermöglichkeiten, aber auch über schulexterne Fördereinrichtungen, sowie eine Vermittlung von AnsprechpartnerInnen beim Jugendamt, bei psychologischer Beratung, Ergotherapie und Erziehungsberatungsstellen.

Ein weiterer Beratungsbedarf besteht bei vielen Eltern hinsichtlich der Erziehung ihrer Kinder, wenn akute oder auch länger anhaltende Probleme auftreten.

Viele Eltern sind auch unsicher, wie sie mit den Streitigkeiten ihrer Kinder in der Schule umgehen sollen. Sofern ihre Kinder gegen die bestehenden Regeln der Schule verstoßen, benötigen die Eltern eine einfühlsame Aufklärung über schulische Disziplinarmaßnahmen und weitere Hilfestellung.

Bei der Mitwirkung der Eltern als ElternvertreterInnen z.B. auch bei Konferenzen benötigen sie Ermunterung und Unterstützung.

 

1.3             Beratungsbedarf der Lehrerinnen und Lehrer

Ein wichtiger Beratungsschwerpunkt für die LehrerInnen ist der Umgang mit schwierigen SchülerInnen (z.B. mangelnde Konfliktfähigkeit, Verhaltensauffälligkeiten bzw. –störungen, psychische Probleme).

Ähnlich wie beim Umgang mit den SchülerInnen besteht auch ein Beratungsbedarf hinsichtlich des Umgangs mit ihren Eltern. Häufig treten konträre Sichtweisen das Kind betreffend auf, so dass gewissermaßen eine Vermittlung benötigt wird. Zudem sind Hilfen in der Informationsvermittlung gegenüber den Eltern wichtig.

Darüber hinaus ist auch für die LehrerInnen eine Vermittlung zu außerschulischen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen hilfreich. Weiterhin benötigt das Kollegium Unterstützung bei der Entwicklung verschiedener Konzeptionen (z.B. Schulprogramm, Erziehungskonzeption). In fachspezifischen Fragen ist zudem die Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Schulformen unerlässlich (Übergang in die BBS, Behinderungen in Grenzbereichen zu anderen Schulformen, Mehrfachbehinderungen, Vermittlung zur Vorlaufklasse für den Hauptschulabschluss an der Förderschule Aurich).

Da die LehrerInnen tagtäglich mit dieser umfangreichen Problematik konfrontiert sind, entwickeln sich teilweise Stresssymptome und gesundheitliche Belastungen, zudem erhöht sich möglicherweise die Suchtgefährdung. Deshalb ist der Stressabbau und der Aufbau von Copingstrategien wichtig. Bei Konflikten innerhalb des Kollegiums oder mit der Schulleitung besteht ebenfalls Beratungsbedarf.

 

 

2.      Allgemeine Ziele und Aufgaben der HHS

 

Unsere Schule versteht sich als Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum, der hinsichtlich neuer Schulstrukturen, veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und veränderter Schülerpersönlichkeiten, unter Einbeziehung aller beteiligten Personen, einem ständigen Weiterentwicklungsprozess unterliegt. Hier werden sowohl  Basiskompetenzen und Grundfertigkeiten als auch Schlüsselqualifikationen vermittelt.

Dabei stellen das Erlernen von Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Handlungsfähigkeit und Konfliktlösungsfähigkeit wesentliche Erziehungs- und Bildungsziele dar.

 

Die Schule setzt bei der Arbeit ihren Schwerpunkt auf die Umsetzung dreier wichtiger Leitkategorien:

 

- der Prävention            von Gewalt, Sucht und Krankheiten, etc.

 

- der Integration            in die Gesellschaft, Freizeitwelt, Arbeitswelt, Medienwelt

von allen Menschen (u.a. AusländerInnen, Behinderten), etc.

 

- der Partizipation                     an kulturellem und politischem Leben

                                                an der Gestaltung des Schullebens, etc.

 

Im Sinne des lebenslangen Lernens ist auch die Weiterqualifizierung der LehrerInnen über Fort- und Weiterbildungen etc. eine wichtige Grundlage der genannten Ziele.

 

Auf dem Weg zur weiteren Qualitätsentwicklung benötigt die Schule hinsichtlich des oben beschriebenen Beratungsbedarfs für alle aktuellen und langfristigen Anforderungen und Aufgaben ein effizientes Unterstützungs- und Beratungssystem.

 

 

3.      Grundsätze der Unterstützungs- und Beratungsarbeit und Eigenschaften des Unterstützungssystems

 

Folgende Grundsätze kennzeichnen die Beratungsarbeit an unserer Schule:

Freiwilligkeit:             Erzwungene Beratung hat keinen Erfolg.

Vertraulichkeit: Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler u.a. müssen sich des Vertrauens der Beratungsperson sicher sein.

Unabhängigkeit: Die Beratung ist funktionell unabhängig und erfolgt ohne Weisung.

Verantwortlichkeit:Die an der Beratung Beteiligten bleiben in ihren Aufgaben feldern. Jede(r) ist für seinen Bereich verantwortlich, Verantwortung kann nicht delegiert werden.

 

In diesem Sinne ist Beratung auch klar von anderen schulischen Vorgehensweisen und Möglichkeiten (z.B. disziplinarischen Maßnahmen) abzugrenzen.

 

Eine entscheidende Eigenschaft des Unterstützungssystems an der HHS ist die unkomplizierte Erreichbarkeit der beratenden Personen. Dafür muss eine deutliche Präsenz und Transparenz bezüglich des Unterstützungssystems mit seinen Angeboten immer wieder neu hergestellt werden.

Über Elternbriefe und Mitteilungen, Einzelgespräche und Telefongespräche, Elternabende bzw. Elternsprechtage wird diese Präsenz ebenso sicher gestellt, wie durch formelle und informelle Gespräche unter den KollegInnen bzw. zwischen KollegInnen und Schulleitung.

 

 

 

4.      Personen des Beratungs- und Unterstützungssystems und ihre Aufgaben

 

4.1             Schulleitung

 

Der Schulleiter Herr Faust berät das Kollegium in allen rechtlichen  und verwaltungstechnischen Fragen. Darüber hinaus wird er z.B. bei schwerwiegenderen Konflikten und Problemsituationen zur Beratung der LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen hinzugezogen. Nach Unterrichtsbesuchen bespricht Herr Faust mit den LehrerInnen pädagogische, methodische und didaktische Vorgehensweisen.

Zudem pflegt er Verbindungen zu externen Institutionen (z.B. andere Schulen) und steht für inhaltliche Nachfragen zur Verfügung. Unterstützt wird Herr Faust in seiner Tätigkeit durch den Konrektor Herrn Büchner.

 

 

4.2             Personalrat

 

Auch unser Personalrat Herr Kliegelhöfer berät (in Zusammenarbeit mit der Schulleitung) die KollegInnen und zum einen in rechtlichen Fragen (z.B. bei Abordnungen, Versetzungen, etc), zum anderen bezüglich ihres Unterrichtseinsatzes. Eine zusätzliche gemeinsame Aufgabe besteht in der Entscheidung hinsichtlich der Einstellung von „Ein - Euro – Kräften“.

Auch in Fragen der Gesundheit und Suchtprävention ist Herr Kliegelhöfer ein möglicher Ansprechpartner.

 

 

4.3             Klassenlehrkräfte

 

Die KlassenlehrerInnen übernehmen an unserer Schule vielfältige Beratungsaufgaben in Bezug auf ihre Klasse. Sie sind i.d.R. die ersten AnsprechpartnerInnen für Eltern, SchülerInnen, FachlehrerInnen und VertreterInnen externer Institutionen (z.B. Jugendamt, ÄrztInnen, Arbeitsamt etc.).

Ihren SchülerInnen helfen sie sowohl bei klasseninternen als auch bei klassenübergreifenden Problemen weiter. Sie beraten sie hinsichtlich persönlicher Probleme, Bedürfnisse und Interessen (Schullaufbahn, Freizeitgestaltung, etc.).

Mit Eltern besprechen sie außer den oben bereits genannten Fragestellungen

Inner- und außerschulische Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten und sie vermitteln Kontakte zu AnsprechpartnerInnen anderer Institutionen.

Als Bezugsperson der eigenen SchülerInnen berät die Klassenlehrkraft auch FachlehrerInnen im Umgang mit ihnen.

 

 

4.4             Kooperationslehrkräfte

 

Kooperationslehrkräfte sind in den umliegenden Grundschulen (in Moordorf, Moorhusen, Victorbur, Georgsheil, Wiegboldsbur) und Kindergärten bzw. Kindertagesstätten beratend tätig. Ihre Aufgaben bestehen zum einen darin Kinder, die in den Bereichen Lernen und Verhalten auffällig sind, einzuschätzen und Vorschläge zur weiteren Förderung und zur Schullaufbahn zu machen. Diesbezüglich beraten sie Eltern, GrundschullehrerInnen und ErzieherInnen.

Zum anderen stellen sie eine wichtige Schnittstelle für den Informationsfluss zwischen den Kindergärten, Grundschulen und der Förderschule dar.

 

 

4.5             SV-Beratungslehrerinnen

 

Die SV-Beratungslehrerinnen Frau Nitsch und Frau Schütte stellen direkte  Ansprechpartnerinnen für die Belange der SchülerInnen dar. Sie führen Sitzungen mit den SchülervertreterInnen, bei denen Ideen und Wüsche aus den Klassen aufgegriffen werden und besondere Aktionen geplant werden (z.B. Entwicklung von Pausenaktivitäten). Außerdem werden Klassensprechertätigkeiten eingeübt. Weiterhin unterstützen sie den Informationsfluss zwischen der Schülervertretung und der Gesamtkonferenz.

 

 

4.6             Streitschlichterinnen

 

Frau Nitsch und Frau Schütte stehen zu festen Zeiten im Streitschlichtungsraum zur Verfügung, um Konflikte zwischen SchülerInnen in konstruktiver Weise zu klären. Die SchülerInnen werden darin unterstützt, gemeinsam Lösungen und Handlungsstrategien für ihre Konflikte zu entwickeln.

Seit diesem Halbjahr werden an unserer Schule SchülerstreitschlichterInnen ausgebildet. Sie sollen lernen in den großen Pausen abwechselnd Konflikte zu schlichten.

 

 

 

4.7             Sicherheitsberater

 

Der Sicherheitsberater ist ein Ansprechpartner für alle sicherheitstechnischen Fragen, die die Schule betreffen (z.B. Feueralarm, Erste Hilfe, etc.).

 

 

4.8             Beratungslehrerin

 

Eine zukünftige Beratungslehrerin sollte eine vor Ort präsente, niederschwellige Ansprechpartnerin für SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und die Schulleitung sein. Sie sollte zu festen Zeiten in einem speziellen Beratungsraum erreichbar sein.

Schwerpunktmäßig sollte die Beratungslehrerin folgende Aufgaben an unserer Schule übernehmen:

Intervention: Sie sollte bei Problemen im Zusammenhang mit SchülerInnen mit besonderen Lern- und Verhaltensstörungen individuell beraten und Hilfen bei persönlichen Problemen geben. Ebenso kann sie schulklassenbezogen beraten (z.B. Konfliktmoderation zwischen zwei Klassen).

Sie sollte bei Problemfällen vorklären, ob gegebenenfalls eine eigene Bearbeitung oder die Vermittlung an andere interne oder externe Personen des Unterstützungssystems erfolgen soll.  

Kooperation: Die Beratungslehrerin sollte mit schulexternen BeraterInnen zusammenarbeiten. Sie sollte Kontakte zu Ämtern, Beratungsstellen und Diensten aufbauen und pflegen, um die Lösung konkreter Fragen und Probleme voranzutreiben. Dabei sollte sie mit anderen BeratungslehrerInnen in möglichst regelmäßigem Austausch stehen, so dass eine kollegiale Praxisreflexion bzw. Supervision stattfinden kann.

Konsultation: Die Beratungslehrerin sollte einzelne KollegInnen bezüglich deren SchülerInnen beraten und unterstützen. Sie sollte Organisation und Durchführung kollegialer Fallberatungen anregen bzw. unterstützen sowie die Transparenz und Kommunikation innerhalb der Schule stärken.

 

 

5. Print-Projekt Moordorf

 

Das Präventions- und Integrationsprojekt (PRINT) des Landesjugendamtes unter der Leitung des Landkreises Aurich, Fachbereich Jugendförderung, hat seinen Standort an der Hinnerk-Haidjer-Schule. Somit liegt auch der Arbeitsschwerpunkt des Sozialarbeiters Klaus Ewald (Präventionsfachkraft) an dieser Schule. Im besonderen Maße fördert PRINT aber auch die Zusammenarbeit der vier Moordorfer Schulen durch gemeinsame Projektarbeit.

 

 

 

Folgende Aufgaben werden durch PRINT an der Hinnerk-Haidjer-Schule punktuell bearbeitet:

 

Förderung von Partizipationsstrukturen in Schule und Gemeinde

Zusammenarbeit mit der Gemeindejugendpflege (Jugendtreff).

Sozialtraining im Klassenverband

Präventions- und Integrationsarbeit in Projektform (Schwerpunkt: Sport als Sozialtherapie)

Freizeit- und Nachmittagsgestaltung (Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe, Freizeitprogramm)

Leitung der Judo-AG an der HHS

Elterntreffen

Hausbesuche

Teilnahme an Gesamt- und Klassenkonferenzen

Beratungstätigkeiten (Lehrkräfte, Eltern, Schüler) im Zusammenhang mit der Zuständigkeit des Jugendamtes.

Pausengestaltung/Pausenspiele

 

Ein enger und regelmäßiger Austausch zwischen Präventionsfachkraft (Schulsozialpädagogik) und Beratungslehrkraft fördert eine koordinierte Interventionsarbeit in Krisensituationen. Sie stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe dar.

 

PRINT ist als Projekt zeitlich befristet. Nach Auslaufen im November 2006 ist eine Anschlussversorgung hochnotwendig (Schulsozialarbeit). Ein entsprechender Antrag soll beim MK gestellt werden.

 

 

6. Externe KooperationspartnerInnen in der Beratung

 

Externe BeraterInnen  kommen aus therapeutischen, (sozial-)pädagogischen und medizinischen Bereichen.

Bei Lernschwierigkeiten besteht für die Familien die Möglichkeit, sich an private Nachhilfeinstitute (z.B. Lesenest, Lernkreis) zu wenden. Ähnlich sieht es mit der Möglichkeit zur Ergotherapie (z.B. der Praxis von Herrn Willms in Moordorf) aus. Mit den ErgotherapeutInnen werden außerdem auch Verhaltensprobleme beraten.

Sprachauffällige SchülerInnen werden z.T. vorübergehend an der Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache und Kommunikation in Wilhelmshaven unterrichtet und kehren danach meist an die HHS zurück.

Hausaufgabenbetreuung und informelle Beratung bietet die nachmittägliche Gemeindejugendarbeit am Jugendtreff direkt neben der HHS.

Bei schwerwiegenderen Problemen kann die Hilfe der Erziehungsberatungsstelle der AWO in Aurich in Anspruch genommen werden. Mit dieser Institution ist die Zusammenarbeit besonders eng. Ebenso ist eine enge Kooperation mit den SozialarbeiterInnen des Sozialen Dienstes in Aurich unerlässlich. In einigen Fällen werden Kinder und Jugendliche im Kinder- und Jugendschutz Marienhafe vorübergehend untergebracht. Eine weitere beratende Instanz ist darüber hinaus der Kinderschutzbund.

Bei spezielleren Schwierigkeiten in Hinblick auf Gewalt und Suchtprobleme können die Drogenberatungsstelle und die Institution HELP (Gewaltprävention) als AnsprechpartnerInnen angefragt werden. Im Bereich der Gewaltprävention und der kriminell auffälligen SchülerInnen bestehen Kontakte zur Polizei bzw. Staatsanwaltschaft.

Ein gegenseitiges Beratungsverhältnis zwischen MitarbeiterInnen des Arbeitsamts und der Schule vereinfacht es für die SchülerInnen eine mögliche berufliche Perspektive zu entwickeln und ihren beruflichen bzw. weiteren schulischen Werdegang anzubahnen.

Zur Beratung v.a. bei Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich steht unserer Schule die Schulpsychologin Frau Fitzner zur Verfügung.

Aus dem medizinischen Bereich gibt es als KooperationspartnerInnen die allgemeinen ÄrztInnen sowie die Kinder- und JugendpsychiaterInnen (des Marienkrankenhauses in Aschendorf und des Reinhard-Nieter-Krankenhauses in Wilhelmshaven) sowie des Arbeitskreises Kinder- und Jugendpsychiatrie. Insbesondere im Zusammenhang mit der Erstellung der sonderpädagogischen Beratungsgutachten, bei ansteckenden Krankheiten und bei der Vorbereitung der Schülerbetriebspraktika arbeiten wir mit MitarbeiterInnen des Gesundheitsamtes zusammen.

 

 

7. Ausblick

 

Dieses Beratungskonzept wurde vom gesamten Kollegium der Hinnerk Haidjer Schule entwickelt, ist Teil des noch in der Entwicklung befindlichen Schulprogramms und wird ständig überprüft und weiterentwickelt.